Immer wieder werde ich gefragt, was aus mir geworden ist, was ich jetzt mache, wie es mit dem Projekt aussieht, wie es meiner Gastfamilie geht,… Allen persönlich zu antworten schaffe ich leider nicht, aber hier werde ich mal versuchen ein paarAntworten zu geben:
Ich bin jetzt seit einem guten Jahr wieder zurück in Europa, bin aber nur kurz in Deutschland geblieben. Seit September 2008 studiere ich an der Universität Wien in Österreich „Internationale Entwicklung“, zusätzlich seit einem halben Jahr dazu „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“. Das nimmt ziemlich viel Zeit in Anspruch, ist aber nicht so schlimm weils mir gut gefällt. Die Themen sind super interessant, da lernt man gern
Seit meiner Rückkehr 2008 war ich nicht mehr in Ecuador, habe aber immer noch Kontakt zu meiner Gastfamilie. Wir schreiben Emails, telefonieren und Skypen ab und zu. Sehr witzig wenn die ganze Familie vor einer Mini-Web-Cam sitzt
Soweit geht es allen gut. Sandra, die 17-jährige hat im Juni die weiterführende Schule beendet und wird jetzt in Quito studieren. Die kleine Mishell kommt dieses Jahr in die Schule. Ernestito, mein Patenkind kann mittlerweile laufen und spricht auch schon ein paar Worte. „gringa“ sagt er wenn er mich meint
Die Projekte in Cambugan laufen weiter. Leider ist es von hier aus sehr schwer, etwas Neues zu beginnen, aber Cielo Azul sowie die Dorfbewohner selber haben immer gute Ideen. Zur Zeit arbeiten wir an einem Projekt um die Wasserqualität zu verbessern, die Kinder bekommen weiterhin frisches Obst, aufgebrauchtes Material wird immer wieder erneuert (neue Buntstifte, Farbkarton,…), Schüler, die gerne an eine weiterführenden Schule gehen möchte, bekommen ein Stipendium und der Spielplatz wird im November vergrößert. In Zusammenarbeit mit einem indigenen Agrarspezialisten baut die Schule jetzt auf traditionelle Weise Gemüse an (mehr Infos dazu auf www.Freunde-in-Cambugan.de beim Projekt „Mein kleiner grüner Daumen“).
Das Buch…jaa…das Buch… Das habe ich nach meiner Rückkehr begonnen, aber noch nicht fertig geschrieben. Statt meine Zeit mit Erinnerungen an Ecuador zu verbringen musste ich erst einmal andere Dinge erledigen – Studienwahl, Wohnungssuche, mich wieder in Deutschland einleben, Umzug, Studium,….da habe ich das Buchprojekt aufs Eis legen müssen. Kann aber gut sein, dass ich es irgendwann wieder aufnehm, dann sag ich Bescheid
Diesen Sommer entdecke ich die Welt mit Workcamps von der Organisation „YAP – Youth Action for Peace“ (www.yap-cfd.de). In Workcamps arbeiten Jugendliche aus der ganzen Welt zusammen in sozialen Projekten, mit Kindern, Tieren, alten Menschen oder im Naturschutz. Dabei gibt es neben dem Arbeits- auch einen Studienteil um voneinander zu lernen, sowie genug Zeit für Ausflüge, Sport, Quatschen, Abenteuer,…ne ziemlich gute Möglichkeit was Gutes zu tun und was zu erleben. Ziel dabei ist neben der direkten Hilfe durch die Arbeit vor allem der interkulturelle Austausch, der helfen soll, bisher fremdes kennen zu lernen, Ländervorurteile abzubauen, und damit globalen Frieden zu fördern. Nächste Woche geht es dafür ab nach Indien, zu einem Schul- und Naturschutzprojekt im Himalaya…wohoow!